{"id":2252,"date":"2019-06-26T19:49:51","date_gmt":"2019-06-26T17:49:51","guid":{"rendered":"http:\/\/sveavenus.de\/?p=2252"},"modified":"2019-06-29T11:34:05","modified_gmt":"2019-06-29T09:34:05","slug":"agadir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/agadir\/","title":{"rendered":"Das arabische Mallorca Agadir"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Von Casablanca aus ging meine Route noch etwas weiter an der K\u00fcste entlang und durch die recht touristischen Orte Al Jadida und Safi. Zwischen den gr\u00f6\u00dferen K\u00fcstenorten fand man jedoch kaum Infrasruktur. Manchmal \u00fcberkam mich wirklich ein bizarres Gef\u00fchl, wenn ich so einsam mit meinem Fahrrad durch die karge, hei\u00df-trockenen W\u00fcstenlandschaft tuckerte. Zwischen den winzigen Siedlung fand man manchmal Sch\u00e4fer mit einigen Schafen, die die d\u00fcrren Halme zwischen Sand und Steinen abknabberten. Ganz egal ob arm oder reich die Leute hier wirken nett und fr\u00f6hlich. Oft winkten oder gr\u00fc\u00dften sie mich freundlich, immer wieder hielten Leute f\u00fcr mich an und baten mir Wasser, Saft oder einen Happen zu essen an oder fragten mich nach einem gemeinsamen Selfi am Stra\u00dfenrand. Von Safi aus bestritt ich 160 km br\u00fcllendhei\u00dfe W\u00fcstenstra\u00dfe, bis ich am Nachmittag etwas ersch\u00f6pft aber sehr gl\u00fccklich in Marrakech angelangte. Urspr\u00fcnglich hatte ich geplant, nach meiner Ankunft und etwas Pause in Marrakech, diese recht touristische Stadt zu besichtigen und dann den R\u00fcckweg anzutreten. Letztlich kam aber alles anders. In Marrakech war es mir zu warm und au\u00dferdem hatte ich das Bed\u00fcrfnis nach Ruhe und Erholung nach den vergangenen Etappen. Deshalb gelang mir das Sightseeing, so wie es massenweise anderen deutsche Touristen hier zu tun pflegen denkbar schlecht. In anderen Worten sah ich quasi gar nichts von der Stadt, ich schaffte es gerade einmal etwas \u00fcber den zentralen Marktplatz zu laufen bis hin zur v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllten Altstadt. Doch ich lernte viele nette Marokkanerinnen und Marokkaner kennen, wurde in die ulkigsten Restaurants eingeladen und musste unz\u00e4hlige Heiratsantr\u00e4ge ablehnen. Gut gest\u00e4rkt entschied ich dann noch bis nach Agadir weiterzufahren. Eine ziemlich anstrengende, steile und hei\u00dfe Strecke, aber des Weges halber hat sich die Weiterfahrt gelohnt. Jetzt bin ich nach \u00fcber 5100 km in Agadir angekommen; eine pomp\u00f6se, touristische Stadt, die mich eher an Mallorca erinnert, als an eine arabische K\u00fcstenstadt. Hier habe ich das gro\u00dfe Gl\u00fcck f\u00fcr zwei N\u00e4chte in einer sehr wohlhabenden Gastfamilie unterkommen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nF\u00fcr den R\u00fcckweg habe ich eine Alternative, nicht aber jedoch weniger anstrengende R\u00fcckroute ausfindig machen k\u00f6nnen die mich nochmals nach Marrakech bringt, denn ich m\u00f6chte dieser besonderen Stadt nach dieser unglaublichen Anreise noch eine 2. Chance geben und die Menschen die ich dort kennen gelernt habe ebenfalls wiedersehen. Auch werde ich in Casablanca, Rabat und einer kleinen Stadt Namens Kenitra auf meinem R\u00fcckweg nochmals halt machen um die hier gekn\u00fcpften Freundschaften zu festigen. Diese vielen Begegnungen und das intensive Kennenlernen des Landes aufgrund der Durchquerung mit dem Fahrrad geben mir das Gef\u00fchl einer starken inneren Verbindung zu Marokko und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass morgen der R\u00fcckweg beginnt, am liebsten w\u00e4re ich noch endlos weiter gefahren&#8230;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Casablanca aus ging meine Route noch etwas weiter an der K\u00fcste entlang und durch die recht touristischen Orte Al Jadida und Safi. Zwischen den gr\u00f6\u00dferen K\u00fcstenorten fand man jedoch kaum Infrasruktur. Manchmal \u00fcberkam mich wirklich ein bizarres Gef\u00fchl, wenn ich so einsam mit meinem Fahrrad durch die karge, hei\u00df-trockenen W\u00fcstenlandschaft tuckerte. 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