{"id":336,"date":"2017-10-15T15:27:06","date_gmt":"2017-10-15T15:27:06","guid":{"rendered":"http:\/\/sveavenus.de\/?p=336"},"modified":"2019-05-19T12:18:51","modified_gmt":"2019-05-19T12:18:51","slug":"skurriler-sprachkurs-schaedlingsbekaempfung-am-sabbat-und-kreischalarm-im-krankenhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/skurriler-sprachkurs-schaedlingsbekaempfung-am-sabbat-und-kreischalarm-im-krankenhaus\/","title":{"rendered":"Seltsames &#8211; Merkw\u00fcrdiges &#8211; Gruseliges"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Skurriler Sprachkurs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Anstatt zu verreisen, bin ich an meinen freien Mittwoch ausnahmsweise in Jerusalem geblieben, was nicht bedeutet, dass ich nichts erlebte, denn nicht umsonst hei\u00dft es \u201edas Leben schreibt die sch\u00f6nsten Geschichten\u201c. Mittlerweile ist bei uns Freiwilligen eine Art Alltag und Rhythmus entstanden und ich habe mir deshalb vorgenommen, intensiver Hebr\u00e4isch zu lernen. Obwohl hier die meisten Menschen Englisch sprechen, finde ich es erstrebenswert auch eine einfache Konversation auf Hebr\u00e4isch f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Da die offiziellen Sprachkurse alle sehr teuer sind und nur ein Teil der entstehenden Kosten \u00fcbernommen werden, war ich umso begeisterter, als ich die Anzeige einer Frau fand, die f\u00fcr kleines Geld Sprachkurse anbot und organisierte, sodass ich gleich mein Kommen f\u00fcr den n\u00e4chstm\u00f6glichen Termin ank\u00fcndigte. Doch dieses Treffen war wohl mit Abstand das Skurrilste meines bisherigen Aufenthaltes. Als die schon etwas \u00e4lter klingende Frau am Telefon ihre Haushaltshilfe nach der eigenen Wohnungsadresse und Hausnummer fragte, h\u00e4tte mir das eigentlich schon Anlass zum Zweifel geben sollen, aber angesichts der Vorfreude, sah ich dort zum vorherigen Zeitpunkt ahnungslos dr\u00fcber hinweg. Als ich am Mittwoch morgen p\u00fcnktlich um 10h bei ihr erschien, \u00f6ffnete eine junge asiatisch aussehende Dame die Haust\u00fcr eines winzigen Appartements nahe der Jerusalemer Altstadt, welche neben mir wohl heute die einzige Sch\u00fclerin zu sein schien. Ich trat ein und wurde gebeten mich erst einmal ins Wohnzimmer zu setzen, wo eine uralte, runzlige Frau in Decken gewickelt auf ihrer ebenso alten Couch kauerte und wie versteinert auf einen riesigen Flachbildschirm mitten im Raum starrte. Die kleinen Fenster des Raumes waren mit vergilbten Gardinen verhangen und nur ein schwacher Lichtstrahl fiel in den halbdunklen Raum. Angesichts der unheimlichen Szenerie die sich mir bot, holte ich einmal ganz tief Luft, bereute es aber noch im selben Moment, denn die staubig-stickige Luft verursachten bei mir schlagartig einen Hustenanfall. Als ich mich wieder beruhigt hatte, \u00fcberkam mich ein starkes Gef\u00fchl der \u00dcbelkeit geschuldet dem s\u00fc\u00dflichen, muffigen Geruch, der in der Luft lag. Als ich eintrat schien die Alte keinerlei Notiz von mir zu nehmen. Etwas unsicher, was hier gerade von statten ging, setzte ich mich leise auf einen Stuhl, wartete was passieren w\u00fcrde und musterte die Frau sorgf\u00e4ltig. An den mageren H\u00e4nden spannte sich ihre grau-blasse Haut wie Papyrus \u00fcber ihre Knochen. Ihr Gesicht war von tiefen Falten durchfurcht, sodass man ihre Augen in der schrumpeligen Haut kaum noch erkennen konnte. Ihre spr\u00f6den Lippen hielt sie eng aufeinander gepresst und den leeren Blick aus ihren ger\u00f6teten, m\u00fcden und dunkel unterlaufenen Augen starr nach vorne gerichtet. Wahrscheinlichwar sie schon Augenzeugin der Geburt Abrahams. Die asiatische Dame, die sich als Kim bei mir vorstellte, servierte mir ein paar trockene, granitharte Geb\u00e4ckteilchen auf Plastikeinweggeschirr und etwas chloriges Leitungswasser, bevor sie sich ebenfalls setzte. In diesem Moment begann der Gedanke, den ich mit aller Kraft versucht hatte zu verdr\u00e4ngen, sich zu bewahrheiten, indem mir klar wurde, dass diese uralte, regungslose Frau unsere Hebr\u00e4ischlehrerin war. Ich erwartete, dass sie als n\u00e4chstes ihre Kristallkugel hervorholen oder mir mittels Karten oder Handlesen nun die Zukunft voraussagen w\u00fcrde, eine gruselige Szene und trotz der zum Schneiden dicken Luft im Raum bekam ich eine G\u00e4nsehaut an Arm und Nacken. Doch es kam anders: Ohne irgendeine weitere Frage zu stellen, fing sie an. Sie sagte, wir sollen ihr nachsprechen und wir beg\u00e4nnen mit einfachen S\u00e4tzen. Das Erste, was sie mir beizubringen versuchte, war die Aussage \u201eVater ist gro\u00df!\u201c. Eine durchaus nachvollziehbare Aussage im religi\u00f6sen Jerusalem, aber trotzdem nicht das, was ich lernen wollte, zumal ich noch nicht einmal richtig sicher auf Hebr\u00e4isch schreiben kann. Doch schon im n\u00e4chsten Moment erfolgte eine weitere Aufforderung, nun sollten die S\u00e4tze, \u201eDu sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr l\u00e4sst den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.\u201c auf Hebr\u00e4isch nachgesprochen werden. Daraufhin\u00a0folgten weitere S\u00e4tze zum Nachsprechen. Das ging aber so schnell, dass ich nicht einmal die Zeit dazu hatte, richtig zu begreifen, was ich dort gerade nachsprach. Wohlgemerkt, Irene, so der Name der alten Dame, sprach ausgezeichnetes Englisch, denn sie wuchs in Ohio auf. Als ich anmerkte, dass es etwas verwirrend sei, begann sie in aller Ruhe jedes einzelne Wort des hebr\u00e4ischen Satzes f\u00fcr mich ins Englische zu \u00fcbersetzen und forderte mich auf Notizen zu machen. Nachdem ich die Wortfetzen die ich vernehmen konnte irgendwie lautgetreu zu Papier gebracht hatte, fragte mich Irene, ob ich denn \u00fcberhaupt wisse wie man schreibe. Obwohl ich anfangs versucht hatte deutlich zu machen, dass ich das hebr\u00e4ische Alphabet noch nicht mal sicher beherrsche, \u00fcberraschte sie meine Antwort, die sie nach etlichen Wiederholungen meinerseits schlie\u00dflich verstanden hatte. Dann nahm sie mir mein Schreibzeug aus der Hand und fragte, wo sie es denn f\u00fcr mich aufschreiben k\u00f6nne. Ich deutete etwas verdutzt dreinblickend auf die leere Stelle unter meinen Aufzeichnungen. Auf meine Reaktion hin lieferte sie die Erkl\u00e4rung, dass sie ihre Brille verloren habe und nichts mehr sehen k\u00f6nne, sie aber nicht beabsichtige, versehentlich \u00fcber meine Aufzeichnungen zu schreiben. Mit zittrigen Bewegungen hielt sie meinen Kuli wie ein Kleinkind einen Wachsmaler in ihrer Hand und brachte in blattf\u00fcllender Gr\u00f6\u00dfe von rechts nach links eine Reihe mit M\u00fche zu erkennende Schriftzeichen auf mein Blatt. Dies bereitete ihr gr\u00f6\u00dfte M\u00fchen, half mir aber letzten Endes nur bedingt weiter. Kim schien das alles ganz locker hinzunehmen und schaute alle 2 Minuten auf ihr Handy. Ich startete noch einen Rettungsversuch und schlug vor,\u00a0 etwas systematischer vorzugehen, daraufhin wurde mir breit erl\u00e4utert, dass seitdem sie ihren Hebr\u00e4ischunterricht vom Gemeindehaus zu sich nach Hause verlegt habe, seien alle ihre Lernzettel und Materialien verschwunden und niemand k\u00f6nne ihr dort noch weiterhelfen, sie werde sich aber nochmals darum bem\u00fchen, diese ausfindig zu machen. Nachdem sie mir das umst\u00e4ndlichst erkl\u00e4rt hatte, tat sie mir fast ein wenig leid. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit, hatte Irene aber dann auch begriffen, das ich nicht so erpicht darauf war, in diesem Stile den Unterricht fortzuf\u00fchren. W\u00e4hrend im Hintergrund ein Nachrichtensprecher, den Bildern zufolge \u00fcber das iranische Nuklearabkommen berichtete, begann sie uns dazu zu ermutigen, hebr\u00e4ische Kirchenlieder zu singen. Angefangen mit einer leichten Version von Halleluja. Ob sie h\u00f6rte oder sah, dass sie alleine sang und wir nicht mit einstimmten, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, aber danach leitete sie das Ende, meiner ersten und auch gleichzeitig letzten Unterrichtseinheit bei ihr ein. Ich bedankte mich h\u00f6flich, entrichtete meine Geb\u00fchr und ging etwas verwirrt und durcheinander Richtung Ausgang. Doch bevor ich das Haus verlie\u00df wendete ich mich nochmal an Kim und fragte sie wie lange sie schon unter diesen Bedingungen hebr\u00e4isch lerne. Obwohl ich keinerlei Erwartungen hatte,\u00a0traf mich bei ihrer Antwort\u00a0dennoch der Schlag, als sie mir sagte, dass sie schon seit einem Jahr in Israel sei und hier hebr\u00e4isch lerne, faktisch aber keinen einzigen, alltagstauglichen Satz sprechen k\u00f6nne, geschweige denn etwas lesen. Erleichtert trat ich ins Freie und atmete tief durch. Vor mir blickte ich auf die belebten und sonnendurchfluteten Stra\u00dfen Jerusalems. Aus einem Caf\u00e9,\u00a0 schallte laute Musik her\u00fcber und Kinder spielten auf der Stra\u00dfe. Als ich wieder zur\u00fcck fuhr, besch\u00e4ftigte mich die Frage, was diese Frau dazu gebracht haben mag, immer noch \u00f6ffentlich Unterricht anzubieten. \u201eDer Vater ist gro\u00df!\u201c wird wohl immerhin auf ewig in meinem Ged\u00e4chtnis bleiben. Ich werde mich wieder auf die Suche nach einem Hebr\u00e4ischkurs begeben und hoffe, dass demn\u00e4chst die hebr\u00e4ischen Vokabeln so in meinem Ged\u00e4chtnis kleben bleiben, wie dieser unvergessliche Vormittag der besonderen Art.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><strong>Sch\u00e4dlinge am Sabbat<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Am selben Abend ging ich mit meinem Mitbewohner Karim noch in einen \u00f6ffentlichen Park, um mich noch etwas an den dort \u00f6ffentlich zur Verf\u00fcgung stehenden Sportger\u00e4ten zu bet\u00e4tigen. An diesem Abend war dem j\u00fcdischen Glauben nach \u201eSimchat Torah\u201c, der letzte Feiertag des j\u00fcdischen Neujahrsfestes, also das Ende von Sukkot und dem \u00dcbergang ins neue Jahr. Es war schon recht sp\u00e4t abends, als ein orthodoxer, junger Mann auf uns zukam und uns fragte ob wir j\u00fcdisch sein. Sein Englisch war wirklich sehr schlecht, aber meine zuvor angeeigneten Hebr\u00e4ischkenntnisse konnten da auch nicht weiterhelfen, obwohl er es sich sicherlich best\u00e4tigt h\u00e4tte, wenn ich \u201eDer Vater ist gro\u00df!\u201c gesagt h\u00e4tte. Nach kurzen Verst\u00e4ndigungsproblemen stellte sich heraus, dass er aus Frankreich kam und in Paris lebte. Das hat mich unglaublich gefreut nach so langer Zeit mal wieder etwas Franz\u00f6sisch mit jemandem zu sprechen. Auf Franz\u00f6sisch erkl\u00e4rte er mir dann, dass er in seinem Haus ein Ameisenproblem habe und bat uns etwas besch\u00e4mt, ob wir es beseitigen k\u00f6nnten. Ohne zu z\u00f6gern folgten wir ihm in seine Ferienwohnung und erkannten schon beim Eintreten ins Haus das Problem. Am Schrank und an einer danebenstehenden Lampe krabbelten Tausende kleiner Insekten. Sie sa\u00dfen so dicht, dass man an einigen Stellen gar nicht mehr den Untergrund sehen konnte. Uns wurden T\u00fccher, Wasser und scharfe Reiniger in die Hand gedr\u00fcckt, bevor wir uns an die Arbeit machten. Es dauerte \u00fcber eine halbe Stunde, bis alle Plagegeister beseitigt waren. W\u00e4hrenddessen erkl\u00e4rte uns Ismael, der Franzose, dass er als Jude heute keine Arbeit verrichten d\u00fcrfe und wie dankbar er sei, dass wir ihm halfen. Er bot uns noch Schokolade und Limo an, die wir ganz gerne annahmen. Nach getaner Arbeit wollte er uns f\u00fcr unsere Kammerj\u00e4gert\u00e4tigkeit auch noch bezahlen, was wir jedoch konsequent ablehnten, obwohl die gebotene Summe nicht unerheblich war.\u00a0 Begeistert zeigte er sich im Anschluss, als wir ihm von unserem Interesse f\u00fcr Israel erz\u00e4hlten und dass wir hier freiwillig in einem Krankenhaus arbeiteten und sah es als eine gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Israel an. Mir gefiel der Gedanke, dass die jahrtausendealte Vorschrift, am Sabbat nicht arbeiten zu d\u00fcrfen, an diesem Abend Menschen zusammengebracht hatte, die sich sonst niemals kennengelernt h\u00e4tten und die in gegenseitiger Wertsch\u00e4tzung und Dankbarkeit wieder auseinandergegangen sind, aus einem Verbot der Tora ist etwas entstanden. Als wir sp\u00e4t am Abend den Heimweg antraten, w\u00fcnschte uns Ismael noch einen gesegneten Aufenthalt und alles Gute f\u00fcr unsere Arbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><strong>Panik im Salon<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Meine folgende Schicht am n\u00e4chsten Morgen im Krankenhaus begann leider alles andere als gesegnet. Als ich die Station betrat, erkl\u00e4rte mir die Stationsleiterin aufgeregt, dass M\u00e4use in der Stationsk\u00fcche seien, was mich zun\u00e4chst nicht weiter beunruhigte. Doch als wir dann am Vormittag mit allen Kindern im Salon waren und Schwester Natalia die K\u00fcche betrat um etwas hei\u00dfes Wasser zu holen, stie\u00df sie pl\u00f6tzlich einen unerwartet gellenden, spitzen Schrei aus. Mitten in der K\u00fcche sa\u00df eine Ratte mit den K\u00f6rperma\u00dfen eines Bibers und musterte, mit einer Mischung aus Neugier und Angriffslust in den schwarzen Augen, die tapfere Schwester Natalia, ohne auch nur die geringsten Anstalten zur Flucht zu machen. In Panik griff die wackere Natalia mit hochrotem Kopf zum Telefon und alarmierte das Reinigungskommando des Krankenhauses, welches trotz des Feiertages in Windeseile in Kompaniest\u00e4rke einsatzbereit auf die Station st\u00fcrmte. Unerschrocken schnitten die Hygiene-Helden dem garstigen Nager den Fluchtweg mit einem gelben Bettlaken ab, r\u00fcckten den K\u00fchlschrank zur Seite, hinter dem das furchteinfl\u00f6\u00dfende Unget\u00fcm es nun vorzog, seiner Bestrafung zu entgehen, w\u00e4hrend ich aufgefordert wurde, einen Eimer zu besorgen. Hastig brachte Schwester Larissa einen Besen mit langem Holzstiel, wahrscheinlich in Ermangelung effektiverer Mordinstrumente, um damit der flauschigen Flohherberge auf den Pelz zu r\u00fccken. Nun legte das Einsatzkommando erst richtig los, final sollte es nun dem possierlichen Pest\u00fcbertr\u00e4ger an den Fellkragen gehen und\u00a0 endg\u00fcltig der Garaus gemacht werden. Entschlossen wurde das nun in Todesangst fauchende, haarige Monster unter dem K\u00fchlschrank hervorgejagt und damit war sein Schicksal auch schon besiegelt: Ein dumpfer Knall, ein letztes, j\u00e4mmrtliches Quieken &#8211; R\u00fcckgrat und Besenstiel zerbrachen w\u00e4hrend der Unhold nach kurzer Agonie sein Leben aushauchte. Applaus brandete auf und im gesamten Salon machte sich Erleichterung breit. Unger\u00fchrt nahm der Besen-Terminator\u00a0 den erschlafften Kadaver ohne mit der Wimper zu zucken und warf ihn wortlos in den von mir bereitgestellten Bottich. Dann verschwanden sie, als sei nichts weiter gewesen: Mission accomplished. Die Kinder, denen es m\u00f6glich war, waren mit ihren Rollst\u00fchlen so nah wie m\u00f6glich an das Geschehen in der K\u00fcche herangerollt, um das Spektakel aus n\u00e4chster N\u00e4he zu verfolgen, denn auch sie erleben so etwas nicht alle Tage. Nur noch eine der Reinigungskr\u00e4fte stand wie angewurzelt im Eingangsbereich und starrte fassungslos auf das Schlachtfeld, auf dem der schaurige\u00a0 Sch\u00e4dling sein Leben gelassen hatte und das sie nun zu reinigen hatte. Ihr Widerwillen war nicht zu \u00fcbersehen, also half ich ihr und brachte den Beh\u00e4lter samt borstigem Bazillentr\u00e4ger nach drau\u00dfen., w\u00e4hrend mich dessen Knopfaugen vorwurfsvoll anstarrten. Wenig sp\u00e4ter stocherte ich lustlos im Mittagessen \u2013 mein Appetit war vergangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Nachtrag: Nach Durchsicht des letzten Abschnitts m\u00f6chte ich noch eine Anmerkung machen: Der Text \u00fcber die Ratte in der K\u00fcche m\u00f6ge bitte keinen falschen Eindruck hinterlassen &#8211; ich mag Tiere sehr gerne und war auch in diesem Fall sehr mitf\u00fchlend, lebe ich doch schon seit Jahren nach dem Credo &#8222;Tiere ehren statt verzehren&#8220; und umsorge auch h\u00e4ufiger an den Wochenenden den klinikeigenen Streichelzoo, bestehend aus Meerschweinchen, Hasen und anderen, \u00e4h, Nagern(!).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Skurriler Sprachkurs Anstatt zu verreisen, bin ich an meinen freien Mittwoch ausnahmsweise in Jerusalem geblieben, was nicht bedeutet, dass ich nichts erlebte, denn nicht umsonst hei\u00dft es \u201edas Leben schreibt die sch\u00f6nsten Geschichten\u201c. Mittlerweile ist bei uns Freiwilligen eine Art Alltag und Rhythmus entstanden und ich habe mir deshalb vorgenommen, intensiver Hebr\u00e4isch zu lernen. Obwohl&#8230;<\/p>","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[25,22,26,24,23],"class_list":["post-336","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles-aus-israel","tag-alyn","tag-hebraeisch-lernen","tag-krankenhaus","tag-ratten","tag-sabbat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=336"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":339,"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336\/revisions\/339"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=336"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=336"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=336"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}