{"id":522,"date":"2018-08-25T18:09:44","date_gmt":"2018-08-25T18:09:44","guid":{"rendered":"http:\/\/sveavenus.de\/?p=522"},"modified":"2019-05-19T13:22:01","modified_gmt":"2019-05-19T13:22:01","slug":"unvergessliche-begegnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sveavenus.de\/en\/unvergessliche-begegnungen\/","title":{"rendered":"Unvergessliche Begegnungen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Badevergn\u00fcgen samt Kleidung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das auf einem mauerumwehrten Landvorsprung ins Meer ragende Akko war von der Antike bis ins 19. Jh. der bedeutendste Hafen Pal\u00e4stinas und ist auch heutzutage noch eine sehr lebhafte, sehenswerte Stadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach unserer Ankunft schlenderten wir durch die von Arabern bewohnte Altstadt und genossen die Atmosph\u00e4re. Zwischen Moscheen, Kreuzfahrerbauten, dem alten Hafen und kleinen Stra\u00dfenst\u00e4nden verirrten wir uns versehentlich in ein edel wirkendes Restaurant mit Meerblick.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der freundliche und sehr zuvorkommende Kellner musste auf den ersten Blick gesehen haben, dass uns hier die W\u00e4rme zu schaffen machte und bot uns, nat\u00fcrlich nur im Spa\u00df, an, von der Restaurantterrasse aus ins k\u00fchle Wasser zu springen. Aufgrund von vermeintlichen Renovierungsarbeiten g\u00e4be es angeblich keine Toiletten oder sonstige R\u00e4umlichkeiten zum Umkleiden, erkl\u00e4rte uns der Kellner im Folgenden. Doch das sollte f\u00fcr uns kein Argument gegen eine spontane Erfrischung sein. Wir entschieden alternativ mit Kleidung ins Wasser zu springen. Keine Minute sp\u00e4ter fanden wir uns dann auch schon im Meerwasser wieder, unter uns scharfkantige Felsen. Doch diese Abk\u00fchlung hatten wir dringend gebraucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend wir uns noch \u00fcber den Kellner am\u00fcsierten, der seinen Blicken der Verwunderung zufolge nicht damit gerechnet hatte, dass wir tats\u00e4chlich und auf der Stelle ins Wasser springen w\u00fcrden, gesellte sich Mustafa zu uns, der sich gerade ebenfalls eine Erfrischung g\u00f6nnte. Nach einer kurzen Konversation bot er uns eine exklusive Stadtf\u00fchrung an, welches Angebot wir begeistert annahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erklimmen des br\u00f6ckeligen Glockenturms von Akko<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit klitschnassen Klamotten und vollgepackten Rucks\u00e4cken folgten wir Mustafa zu seiner kleinen, zentral gelegenen Wohnung inmitten der Altstadt, wo wir unser Gep\u00e4ck lagern durften. Von dort aus f\u00fchrte er uns zu einem hoch \u00fcber die D\u00e4cher der Stadt ragenden alten Glockenturm, auf dessen Vorderseite eine gigantische Uhr die Zeit anzeigte. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass es mittlerweile schon kurz nach 15h war, ein Wunder, wie schnell die Zeit verging!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Moment genossen wir die warmen Strahlen der Sonne und die vom Meer her\u00fcberwehende Brise sehr, die langsam unsere immer noch triefend nasse Kleidung trockneten. Doch das Lachen und die Freude \u00fcber diesen idyllischen Ort verging mir, als Mustafa auf den alten Glockenturm deutete und uns zu verstehen gab, dass wir dort nun hinauf klettern w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lea und ich blickten uns etwas erschrocken an, nicht recht glauben wollend, was uns gerade er\u00f6ffnet wurde. Ohne uns Zeit zum Protest zu lassen, lief Mustafa voran. Durch einen engen Eingang zw\u00e4ngten wir uns der Reihe nach in das Innere des Steinturmes. Im Turm befand sich das, was man einst als Treppe bezeichnet h\u00e4tte. Doch die Spuren des Verfalls waren hier \u00fcberaus deutlich zu erkennen. Die wei\u00dfen Steine, die urspr\u00fcnglich das Fundament des Turmes bildeten, br\u00f6ckelten \u00fcberall von den W\u00e4nden ab und sammelten sich in stetig wachsenden Schutth\u00e4uflein in den Ecken. Treppenstufen waren kaum noch erkennbar, geblieben waren rostige Metallstreben, die einen ahnen lie\u00dfen, wo sich einst die Stufen befunden haben mussten. Das Holz, dass einst die Trittfl\u00e4chen bedeckte, war l\u00e4ngst herausgebrochen. W\u00e4hrend sich Mustafa schon drei Treppenwindungen \u00fcber uns befand, setzte ich vorsichtig meinen ersten Fu\u00df auf die untersten, wackeligen Metallstreben. Zu meiner \u00dcberraschung hielten sie meinem Gewicht stand. Ich ging noch ein paar Schritte aufw\u00e4rts. Dann blieb ich stehen, Lea stand nun dicht hinter mir. Gespannt warteten wir, was passieren w\u00fcrde. Leise hofften wir, dass sich unsere Erwartungen nicht best\u00e4tigen w\u00fcrden und der Turm nicht innerhalb der kommenden Minuten in sich zusammen st\u00fcrzen w\u00fcrde wie ein Jenga-Wackelturm, aus der Ravensburger Geschicklichkeits-Spielesammlung. Von weit oben rief Mustafa lauthals und versicherte, der Turm sei absolut stabil und gefahrlos begehbar. Ich hegte aktuell leichte Zweifel an der Richtigkeit dieser Aussage, h\u00e4tte ihr aber zu gern Vertrauen geschenkt.Au\u00dferdem wollten wir ja eine abenteuerliche Reise und dies war definitiv ein Abenteuer!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Langsam musterte ich die Seitenw\u00e4nde des maroden Bauwerkes auf der Suche nach einem Gel\u00e4nder oder etwas zum Festhalten, doch dies war nur Wunschdenken. Die W\u00e4nde der, ich m\u00f6chte mal sagen, Ruine sahen so instabil aus, dass ich sie nicht zus\u00e4tzlich belasten wollte. Also hatte ich keine Wahl, wenn ich hinauf wollte und kraxelte ein paar weitere Stufen nach oben, wobei ich mich so langsam bewegte, wie nur irgendwie m\u00f6glich. Blo\u00df keine ruckartigen Bewegungen, blo\u00df nicht das Gleichgewicht verlieren raunte eine bei jedem weiteren Schritt lauter werdende Stimme in meinem Kopf. Lea sagte keinen Mucks mehr. Spiralf\u00f6rmig schraubte sich die ehemalige Treppe steil nach oben. Bisher hatte ich meinen Blick konsequent auf meine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe gerichtet. Nach einigen weiteren Metern scheinbar lebensm\u00fcder \u00dcberwindung blickte ich nach unten und realisierte in welch schwindelerregender H\u00f6he wir uns bereits befanden. Bei dem Gedanken, all diese Stufen auch wieder hinunter laufen zu m\u00fcssen, w\u00e4re ich fast vorn \u00fcber gefallen. Durch die \u00dcberbleibsel der Stufen lie\u00df sich in den mit jeder erklommenen Stufe tiefer werdenden Abgrund blicken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von meiner Stirn perlte der kalte Angstschwei\u00df und die H\u00e4nde zitterten. Nach Minuten der Ewigkeit standen wir endlich lebendig oben auf dem Turm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aussicht \u00fcber die kleine, lieblich wirkende Stadt war ph\u00e4nomenal! Von hier oben konnten wir bis nach Haifa blicken, eine gro\u00dfe Industriestadt auf der anderen Seite der weitl\u00e4ufigen Bucht! Wir machten Fotos, wobei uns das L\u00e4cheln in die Kamera schwer fiel, denn es war schlichtweg unm\u00f6glich die Gedanken an den zwangsweise bevorstehenden Abstieg zu verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Minarette der Stadt lagen weit unter uns. Da unsere Anspannung auch Mustafa nicht ganz unbemerkt blieb, schlug er vor, nun langsam wieder hinab zu klettern und eine Pause auf seiner Dachterrasse zu machen. Die Vorstellun eine solche Pause einzulegen gefiel mir, aber bis dahin waren noch einige Schritte zu machen. Mustafa rannte voraus! W\u00e4hrend wir uns wie in Zeitlupe hinab bewegte, hastete Mustafa wie ein Gejagter die ungeheuerlichen Stufenreste hinab. Ich rechnete damit, dass das Geb\u00e4ude jede Sekunde einst\u00fcrzen w\u00fcrde. Wir machten jede Bewegung so vorsichtig wie m\u00f6glich, um nicht versehentlich eine Lawine aus herausgebrochenem Schutt auszul\u00f6sen oder gar auszurutschen. Ein paar Kiesel fielen wiederholt von oben wie ein leichter Hagelschauer auf uns herab. Mit dem Bild einer wundersch\u00f6nen Dachterrasse vor dem inneren Auge kletterte ich vorsichtig weiter hinab. Meter f\u00fcr Meter schraubten wir uns nach unten, w\u00e4hrend Mustafa l\u00e4ngst seinen Abstieg hinter sich gebracht hatte und etwas belustigt auf uns wartete, bis wir pl\u00f6tzlich in die grelle Sonne blinzelnd wieder festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen hatten!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tief aufatmend wanderten unsere Blicke den Schutt und Steinehaufen entlang, der sich um den Turm breitete und freuten uns sehr dar\u00fcber, dass wir hier nicht das Zeitliche segnen mussten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem kurzen Spaziergang befanden wir uns auch schon auf Mustafas Dachterrasse, wo wir sehr unsere ersehnte Pause genossen. Mustafa servierte uns Ingwertee mit Honig. Nachdem wir uns erfolgreich erholt hatten, verabschiedeten wir uns fr\u00f6hlich von Mustafa, der uns auch noch angeboten hatte in seiner Wohnung oder auf seiner Dachterrasse zu \u00fcbernachten. Wir dankten ihm sehr f\u00fcr das Abenteuer und seine Gastfreundschaft, brachen dann aber bald zu unserem Erkundungsstadtspaziergang auf. Au\u00dferdem wollten wir noch den regul\u00e4ren Badestrand zu besuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir durch die sch\u00f6ne, historische Stadt gelaufen waren, alles angesehen hatten und auch bereits die Bushaltestelle f\u00fcr die geplante Fahrt nach Nazareth am n\u00e4chsten Tag gefunden hatten, fanden wir auch noch einen idyllischen Zeltplatz mit Meerblick f\u00fcr die Nacht. Das war wunderbar!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der legend\u00e4re Busdriver von Nazareth<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl wir am Vortag dachten die Bushaltestelle bereits gefunden zu haben, war es doch nicht so einfach den richtigen Bushalt an diesem Busbahnhof zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwas verwirrt und orientierungslos tappten wir ann\u00e4hernd im Kreis herum, auf der Suche nach der richtigen Bushaltestelle. In diesem Moment kam ein erstaunlich gut Englisch sprechender Busfahrer auf uns zu und bot uns freundlich seine Hilfe an. Wir erl\u00e4uterten ihm unsere Pl\u00e4ne und unsere finanzielle Lage. Der Busfahrer erkl\u00e4rte sofort, er w\u00fcrde am sp\u00e4ten Abend noch eine Betriebsfahrt nach Nazareth t\u00e4tigen m\u00fcssen und wir w\u00e4ren dazu eingeladen, kostenlos mit ihm nach Nazareth mitzufahren! Was f\u00fcr eine Hilfsbereitschaft und wie freundlich von ihm! Wir waren begeistert und dankbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-567 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG_1642-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG_1642-768x1024.jpg 768w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG_1642-225x300.jpg 225w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG_1642.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Tag verbrachten wir dann noch mit weiteren Besichtigungen und ganz ohne weitere Abenteuer, aber sehr erholsam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abends sa\u00dfen wir dann in der vordersten Reihe eines komplett leeren Linienbusses, nur ein Cousin des Fahrers fuhr auch noch mit. Die Fahrt durch die Nacht dauerte und dauerte, aber war unglaublich lustig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Fahrer, der sich als Aldah vorstellte, erz\u00e4hlte uns, er habe bisher am Flughafen gearbeitet und k\u00f6nnte daher Wortfetzen und Phrasen auf allen erdenklichen Sprachen. Es trug sehr zu unserer Erheiterung bei, als er versuchte uns zu so sp\u00e4ter Stunde noch Arabisch und anschlie\u00dfend auch Russisch beizubringen. Immer wieder legten wir kurze Zwischenstopps in kleinen D\u00f6rfern ein, wo wir Datteln, honigs\u00fc\u00dfe arabische Geb\u00e4ckst\u00fcckchen und starken Kaffee durchs Fenster gereicht bekamen. Lea schlief dennoch bei der kontinuierlichen, tiefen Motorbrummei fast ein. Ganz sch\u00f6n ersch\u00f6pft kamen wir zu sp\u00e4ter Stunde in Nazareth an. Vom n\u00e4chtlich ausgestorbenen Busbahnhof fuhren wir mit Aldahs Privatwagen weiter in die Innenstadt, wo wir nach ewigem Herumgekurve endlich eine noch ge\u00f6ffnete Imbissbude fanden und zum n\u00e4chtlichen Falafelessen eingeladen wurden. Wie unglaublich freundlich von ihm! Lea klappten beim blo\u00dfen Dasitzen fast die Augen zu. Ihr war es nicht einmal mehr m\u00f6glich ihren Leckerbissen zu vertilgen. Aber daf\u00fcr sorgte ich dann noch erfolgreich!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlafenszeit f\u00fcr Lea \u2013 aber wo?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten Tage waren lang und das Programm straff gewesen, aber da hatten wir wenigstens eine Vorstellung davon, wo wir die Nacht verbringen w\u00fcrden. Doch dies war an diesem Abend irgendwie nicht der Fall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hatten dem Busfahrer Aldah zwar vor Antritt der Fahrt erkl\u00e4rt, dass wir keine Unterkunft in Nazareth h\u00e4tten, aber er versicherte, dass wir etwas ins Mini-Budget passendes in Nazareth finden w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aldah schlug vor, ein Hotel f\u00fcr uns ausfindig zu machen, was Lea und mich nicht wirklich begeisterte, denn das passte weder zu unserem Reisestil, noch zu unserem Reisebudget. Nach einigem Herumgekurve durch winzig enge Gassen, wo wir gef\u00fchlt jeden Moment h\u00e4tten steckenbleiben k\u00f6nnen, erreichten wir dennoch ein Hotel. Jedoch stellte sich heraus, dass es bereits geschlossen hatte. Kein Wunder, es war ja auch schon weit nach Mitternacht. Beim n\u00e4chsten Hotel hatten wir Erfolg!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein netter, junger arabischer Hotelbesitzer sa\u00df mit seinem Freund m\u00fcde auf der Dachterrasse und zog an seiner Shisha. Aldah hingegen unterbrach ihre Ruhe und begann lauthals auf Arabisch mit ihnen zu verhandeln. Ein wenig sp\u00e4ter wurden wir in ein kleines, sauberes, k\u00fchles Zimmer gef\u00fchrt mit einem gro\u00dfen Bett und Badezimmer. Das sah um diese Zeit sehr verlockend aus, aber die Tatsache, dass ich kaum Geld zur Verf\u00fcgung hatte, war leider tageszeitenunabh\u00e4ngig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Busfahrer war begeistert, solch ein Zimmerchen f\u00fcr uns ausfindig gemacht zu haben, ich hingegen blieb skeptisch. Die Unterkunft wirkte klein und famili\u00e4r. Die Flure waren stilvoll eingerichtet und die W\u00e4nde schm\u00fcckten bunte Mosaike.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-788 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114815-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114815-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114815-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114815-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich versuchte mit Lea die uns m\u00f6glichen Optionen zu besprechen. Das war jedoch unm\u00f6glich, so wie ich schnell feststellte. Es wirkte so, als w\u00e4re sie schon auf der Treppe im Stehen eingeschlafen, ihr Kopf baumelte schlaff auf ihrer Brust und sie wankte langsam mit dem Oberk\u00f6rper vor und zur\u00fcck, so dass ich sehr besorgt wurde, sie k\u00f6nne gleich kopf\u00fcber die Treppe herunter kippen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich r\u00fcttelte sie mit festem Griff wach, war mir jedoch der Nutzlosigkeit dieser Aktion bewusst, da sie in diesem Zustand eh keinerlei Entscheidungen treffen konnte, au\u00dfer vielleicht den Wunsch, hier zu bleiben, koste es, was es wolle. Aldah beobachtete diese Szenerie und dachte sich wom\u00f6glich ebenfalls seinen Teil dazu. Ich war mir sicher, er realisierte nicht ganz, als wir zu ihm in den Bus gestiegen waren, dass wir wirklich keinerlei Bleibe hier hatten. Er hatte uns wahrscheinlich nicht so viel Verr\u00fccktheit zugetraut, ohne weiteren Plan mit einem wildfremden Busfahrer in eine fremde Stadt ohne Bleibe zu fahren, aber f\u00fcr diese \u00dcberlegungen war es jetzt sowieso zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wahrscheinlich wollte der Fahrer auch nur noch zur\u00fcck nach Hause um zu schlafen, war aber auch gleichzeitig sehr besorgt um uns. Er wohnte in Haifa, was bedeutete, dass er noch ein ganzes St\u00fcck Fahrt vor sich hatte. Da Lea und ich uns offensichtlich nicht einigen konnten, entschied Aldah kurzerhand, dass wir hier bleiben w\u00fcrden und er das Zimmer f\u00fcr uns zahlen w\u00fcrde. Dann ging auch schon alles ganz schnell, Lea verschwand im Zimmer, um sich ausgiebig zu duschen und zu schlafen, ich hinterlegte meinen Ausweis an der Rezeption und Aldah zahlte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war ihm furchtbar dankbar daf\u00fcr!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-781 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114639-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114639-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114639-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114639-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann wurde mir noch eine kurze Einweisung erteilt und ich erfuhr, dass sogar noch ein Fr\u00fchst\u00fcck inbegriffen war. Als Lea geduscht hatte, wurde sie seltsamerweise wieder total munter, also setzten wir uns noch einen Moment auf die gem\u00fctliche Dachterrasse, mit bunten Sofas und Teppichboden, um die unglaubliche Aussicht auf die hell beleuchtete Stadt zu genie\u00dfen und um unsere Gedanken und Emotionen zu teilen, dar\u00fcber was gerade mit uns geschah. Es war uns wirklich unbegreiflich!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Menschen hier lie\u00df uns wirklich staunen. Der Hotelbesitzer sa\u00df ebenfalls noch auf der Dachterrasse und erz\u00e4hlte uns, dass der Busfahrer Aldah f\u00fcr uns 200 Schekel (50 Euro) f\u00fcr das Zimmer gezahlt hatte. Diesen Preis habe er ausgehandelt, normalerweise w\u00fcrden G\u00e4ste jedoch etwa das Doppelte daf\u00fcr bezahlen. Mir wurde bei diesen Zahlen schon fast schwindelig und peinlich. So oder so waren wir auch Aldah an diesem Abend sehr, sehr dankbar! Beim Revuepassierenlassen der bisherigen Ereignisse unter freiem Sternenhimmel w\u00e4ren wir dann fast eingeschlafen, schafften es aber dann gerade noch rechtzeitig in unsere wunderbar komfortablen Betten und schliefen traumlos wie auf Wolken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-750 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_102108-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_102108-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_102108-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_102108-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-751 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_102140-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_102140-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_102140-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_102140-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der stolze Fischbesitzer<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer kurzen, aber herrlich erholsamen Nacht lockte uns die Aussicht auf ein feines Fr\u00fchst\u00fcck trotzdem zeitig aus den Betten. Noch etwas verschlafen und mit verquollenen Augen traten wir zum Buffet und wollten unseren Augen nicht recht trauen: So viele k\u00f6stliche Leckereien. Unz\u00e4hlige Sch\u00e4lchen und Tellerchen reihten sich hier aneinander. Zwischen Oliven, Frischk\u00e4se, warmem Brot, Humus und vielem mehr konnten wir hier w\u00e4hlen. Im Geiste dankten wir Aldah abermals und genossen das \u00fcppige Fr\u00fchst\u00fcck, mit dem wir im Traum nicht gerechnet hatten! Lea trank so viel starken, w\u00fcrzigen arabischen Kaffee, dass sie ganz hibbelig davon wurde. Aber das war lustiger als wenn sie fast schlafend die Treppe hinunterfiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten, machten wir uns auf zu einer Erkundungstour durch die historische Innenstadt, wobei uns auffiel, dass unsere Unterkunft au\u00dferdem maximal zentral gelegen war. Danke Aldah!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem Weg zur Basilika, passierten wir einen Fischladen. Ein paar M\u00e4nner waren gerade damit besch\u00e4ftigt die frischen F\u00e4nge aus dem See Genezareth und dem Mittelmeer bei Haifa auszunehmen und zu filetieren. Interessiert lugte ich in den Laden, wobei mir meine Kamera an ihrem Band um den Hals baumelte. Die Arbeiter dachten offensichtlich in diesem Moment, wir w\u00fcrden sie fotografieren wollen, was gar nicht unsere Absicht war. Doch das zu kommunizieren war in diesem Augenblick nicht mehr m\u00f6glich, denn die Arbeiter stellten sich auf und pr\u00e4sentierten stolz ihre F\u00e4nge vor der Kamera. Unbedingt wollten sie mit ihren Fischen fotografiert werden und hatten offenbar sehr viel Spa\u00df dabei, denn es wurde viel gelacht, w\u00e4hrend ich mindestens so am\u00fcsiert wie sie die gew\u00fcnschten Fotos knipste. Derweil erschien der Ladenbesitzer und geleitete uns ins nebenan liegende Fischlokal, wo uns wieder Kaffee serviert wurde. Nach einem kleinen Wortwechsel, erhielten wir eine Einladung am Nachmittag zum gro\u00dfen Fischessen wiederzukommen und teilzunehmen. Als Vegetarierinnen konnten wir das nur leider nicht annehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-756 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_110255-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_110255-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_110255-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_110255-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-765 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114108-e1551951577218-576x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"933\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114108-e1551951577218-576x1024.jpg 576w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114108-e1551951577218-169x300.jpg 169w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114108-e1551951577218-768x1365.jpg 768w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114108-e1551951577218.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-764 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_112102-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_112102-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_112102-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_112102-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-792 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114915-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114915-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114915-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114915-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die geliehenen R\u00f6cke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Fischgesch\u00e4ft machten wir uns dann, auch um nicht noch mehr Kaffee gegen unseren Willen versehentlich eingefl\u00f6\u00dft zu bekommen, endlich zur Verk\u00fcndigungsbasilika auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir stellten fest, dass wir, um das Gel\u00e4nde der heiligen St\u00e4tte betreten zu d\u00fcrfen, bodenlange, weite R\u00f6cke tragen mussten. Diese trugen Lea und ich aber leider nicht, deshalb waren wir dazu gezwungen, uns an einem kleinen Ausleihstand zwei viel zu gro\u00dfe weite R\u00f6cke auszuleihen. Die blasse Frau hinter dem Tresen tat ganz begeistert und behauptete, die Kleidung w\u00fcrde uns ausgesprochen gut stehen. Naja, da offenbarte sie uns aber einen bizarren Modegeschmack, zumal sie selbst auch nur ein enges T-Shirt und Jeans trug.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-790 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114854-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114854-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114854-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114854-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-775 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114517-e1551951440527-576x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"933\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114517-e1551951440527-576x1024.jpg 576w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114517-e1551951440527-169x300.jpg 169w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114517-e1551951440527-768x1365.jpg 768w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_114517-e1551951440527.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-757 size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_110319-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_110319-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_110319-300x169.jpg 300w, https:\/\/sveavenus.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20180523_110319-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anst\u00e4ndig gekleidet betraten wir daraufhin das katholische Kirchengeb\u00e4ude. Die Basilika stand der \u00dcberlieferung zufolge \u00fcber jener H\u00f6hle in der Stadt Nazareth, in der der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschienen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Basilika herum ist eine massive Steinmauer gebaut, welche auf der Innenseite mit zahlreichen Mosaiken aus aller Welt verziert ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die heutige Verk\u00fcndigungsbasilika ist bereits das f\u00fcnfte Gotteshaus \u00fcber der Verk\u00fcndigungsgrotte und wurde am 23. M\u00e4rz 1969 geweiht. Die dreischiffige Basilika ist 67,5 Meter hoch und 35 Meter lang. Sie ist die gr\u00f6\u00dfte Kirche im Nahen Osten und eine der gr\u00f6\u00dften heiligen St\u00e4tten im Mittleren Osten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir schlossen uns einer englischsprachigen F\u00fchrung an, wobei der Guide eine Menge zu den architektonischen Besonderheiten erz\u00e4hlte. Das Au\u00dfergew\u00f6hnliche des Geb\u00e4udes liege in dem zentralen Kuppelbau, der die drei Ebenen des Geb\u00e4udes miteinander verbinde, so der Guide. In der Unterkirche befinde sich demnach der Ort, den man als Ort der Verk\u00fcndigung ansehe. Die Oberkirche enthalte viele Mosaiken und Skulpturen. Der beeindruckende Kuppelbau war sehr schlicht ausgef\u00fchrt. Auch die Gr\u00f6\u00dfe der Orgel faszinierte uns. Es hat uns dort sehr gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch bei unserem sp\u00e4teren Spaziergang durch Jesus Heimatstadt waren wir sehr beeindruckt von der Sch\u00f6nheit und Lebhaftigkeit dieses Ortes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deja-vue in der Mittagspause<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen Mittag zwang uns die Sonne dazu, ein schattiges \u00d6rtchen f\u00fcr eine Mittagspause ausfindig zu machen. Wir machten es uns auf ein paar Treppenstufen nahe unserer Unterkunft bequem. Dort a\u00dfen wir s\u00fc\u00dfe Geb\u00e4ckteilchen, Katajef genannt, die uns unser Busfahrer Aldah hier empfohlen hatte. Mich machte diese S\u00fc\u00dfspeise ganz s\u00fcchtig, Lea hingegen bekam davon keinen Bissen runter, ihr waren die in \u00d6l frittierten Teilchen viel zu klebrig und fettig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem nutzten wir die Pause, um die weiteren Etappen unserer Tour zu planen. Als wir so gem\u00fctlich da sa\u00dfen, kamen zwei, wie sich sp\u00e4ter herausstellte, deutsche, junge M\u00e4nner etwa unseren Alters vorbei und musterten uns eindringlich. Ich erinnerte mich! Mir fiel wieder ein, dass wir die beiden schon einmal gesehen hatten. Letzte Nacht, als Aldah mit uns durch die ganze Stadt gekurvt war, um eine Unterkunft f\u00fcr uns zu finden, hatte er einige Passanten nach dem Weg oder einem Ratschlag gefragt, darunter auch diese Beiden hier. Jetzt versuchte ich ein paar erkl\u00e4rende Worte zu finden und erz\u00e4hlte ihnen unsere Erlebnisse der letzten Nacht. Statt aber f\u00fcr Klarheit zu sorgen, schien ich die Beiden eher noch mehr zu irritieren. Ich versuchte zu erz\u00e4hlen, wie nett der Busfahrer zu uns gewesen war und was er alles f\u00fcr uns getan hatte. Verwundert blickten sie mich an. Unseren Reisestil konnten die beiden jedenfalls nicht nachvollziehen. Einer der Beiden erkundigte sich, was wir uns als n\u00e4chstes anschauen wollten. Ich erwiderte, dass wir noch ans Tote Meer und nach Elat wollten. Daraufhin begann uns der nette junge Herr Tipps bez\u00fcglich Busverbindungen und Hotels am Toten Meer zu geben. Ich nahm seine sicherlich nett gemeinten Hinweise stumm nickend entgegen, ohne etwas darauf zu antworten. Ich musste feststellen, das er offenbar nichts von dem verstanden hatte, was ich m\u00fchselig versucht hatte ihnen zu erkl\u00e4ren. N\u00e4mlich, dass wir ernsthaft qasi ohne Geld durchs Land reisten, teure Busfahrten eigentlich mieden und nach M\u00f6glichkeit zelteten. Jedoch keinen Shekel f\u00fcr ein Hotel \u00fcbrig hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir redeten also aneinander vorbei und taten uns gegenseitig m\u00f6glicherweise irgendwie leid . Mir taten die beiden Jungs in gewisser Weise leid, dass sie hier alles das, was wir bereits durch unsere Reiseform erlebt hatten, all die wunderbaren Begegnungen mit den Menschen wohl nicht so erleben w\u00fcrden. Und wir taten ihnen ihren \u00c4u\u00dferungen zufolge offenbar ebenfalls leid, weil wir mit so wenig Geld irgendwie \u00fcber die Runden kommen mussten und aus ihrer Sicht deshalb wohl nichts erlebten. Lustigerweise waren wir aber alle ganz gl\u00fccklich und zufrieden mit dem, was jeder von uns f\u00fcr sich selbst kreiert hatte- also alles ganz richtig und gut so! Mit dieser Erkenntnis verabschiedeten wir uns dann wieder voneinander und jeder setzte seine Reise fort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Badevergn\u00fcgen samt Kleidung Das auf einem mauerumwehrten Landvorsprung ins Meer ragende Akko war von der Antike bis ins 19. Jh. der bedeutendste Hafen Pal\u00e4stinas und ist auch heutzutage noch eine sehr lebhafte, sehenswerte Stadt. Nach unserer Ankunft schlenderten wir durch die von Arabern bewohnte Altstadt und genossen die Atmosph\u00e4re. 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