Der Rückweg
Unter dem Gefühl des Zeitdruckes startete ich meine Rückreise. Wie im Akkord ging es durch Marokko zurück, in Marrakesch, Casablanca und Kenitra traf ich noch marokkanische Freundschaften die ich auf dem Hinweg kennengelernt hatte.



Unter dem Gefühl des Zeitdruckes startete ich meine Rückreise. Wie im Akkord ging es durch Marokko zurück, in Marrakesch, Casablanca und Kenitra traf ich noch marokkanische Freundschaften die ich auf dem Hinweg kennengelernt hatte.



In Paris traf ich die finale Entscheidung noch einen aller letzten Abstecher nach Amsterdam zu machen, um meinen 12-jährigen Bruder Milan und meinen Vater zu überraschen. Die beiden verbrachten die Sommerferien mit dem Fahrrad in Schottland und fuhren erst die Äußeren Hebriden hoch und dann bis an die Nordspitze des Landes, insgesamt mehr als 3100km…
Nach 8354 km kam ich etwas müde und erschöpft in Paris an und ich hatte die große Freude nicht nur meine liebe Freundin Blanche sondern auch nach vielen Jahren ihre Familie wieder treffen zu dürfen.
Die letzte Nacht verbrachte ich gemütlich auf einer abgelegenen Wiese am Rande einer kleinen Ortschaft hinter Mont de Marsan. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen schon am frühen Morgen in den Tag zu starten, doch als mein Wecker mich aus dem Schlaf riss, trommelten die Regentropfen nur so auf mein Zelt. Also entschied ich mich noch…
Landschaftlich war die Durchquerung Nordspaniens traumhaft schön. Die meiste Zeit über war der Weg bergig steil bis hügelig. Auf meiner Fahrt, war ich immer wieder überrascht davon, wie dünn besiedelt der Norden ist und wie wenig Infrastruktur ich in den ländlicheren Regionen vorfand. Gestern Abend, nach einer langen Tagesetappe und insgesamt über 2500 km Wegstrecke…
Von Casablanca aus ging meine Route noch etwas weiter an der Küste entlang und durch die recht touristischen Orte Al Jadida und Safi. Zwischen den größeren Küstenorten fand man jedoch kaum Infrasruktur. Manchmal überkam mich wirklich ein bizarres Gefühl, wenn ich so einsam mit meinem Fahrrad durch die karge, heiß-trockenen Wüstenlandschaft tuckerte. Zwischen den winzigen…
Am nächsten Morgen stellte sich übrigens heraus, dass dies eher eine kasernenartige Unterkunft für Soldaten war und kein für Touristen vorgesehenes Hotel… Aha!!