Der Rückweg
Unter dem Gefühl des Zeitdruckes startete ich meine Rückreise. Wie im Akkord ging es durch Marokko zurück, in Marrakesch, Casablanca und Kenitra traf ich noch marokkanische Freundschaften die ich auf dem Hinweg kennengelernt hatte.



Unter dem Gefühl des Zeitdruckes startete ich meine Rückreise. Wie im Akkord ging es durch Marokko zurück, in Marrakesch, Casablanca und Kenitra traf ich noch marokkanische Freundschaften die ich auf dem Hinweg kennengelernt hatte.



Die letzte Nacht verbrachte ich gemütlich auf einer abgelegenen Wiese am Rande einer kleinen Ortschaft hinter Mont de Marsan. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen schon am frühen Morgen in den Tag zu starten, doch als mein Wecker mich aus dem Schlaf riss, trommelten die Regentropfen nur so auf mein Zelt. Also entschied ich mich noch…
Landschaftlich war die Durchquerung Nordspaniens traumhaft schön. Die meiste Zeit über war der Weg bergig steil bis hügelig. Auf meiner Fahrt, war ich immer wieder überrascht davon, wie dünn besiedelt der Norden ist und wie wenig Infrastruktur ich in den ländlicheren Regionen vorfand. Gestern Abend, nach einer langen Tagesetappe und insgesamt über 2500 km Wegstrecke…
Die Tage in Agadir vergingen schnell – nette Begegnungen, nahrhaftes Essen, einen ruhigen und erholsamen Ort zum Schlafen und sogar eine Waschmaschine für meine teilweise schon etwas muffig riechende Wäsche sorgten für einen unvergesslichen Aufenthalt. Doch in diesen Tagen realisierte ich erstmals richtig, dass diese Strecke von über 5000 km nur der Hinweg war und…
Nach etwas Erholung, einigen pompösen Partybesuchen mit lauter arabischer Musik folgte noch ein Presseinterview auf französisch. Dazu hatte mir meine Gastfamilie in Agadir durch ihre guten Connections verholfen. Für das Interview traf ich mich mit dem Reporter nachmittags in einem kleinen Café, der sich wirklich Zeit nahm für die Fragen. Ich war ebenfalls wie abgesprochen…
Unter angesichts der etwas expandierten Reise entschied ich mich für die kürzest mögliche Rückroute, die mich direkt nach Madrid und dann über die Pyrenäen nach Lourdes bringen sollte. Bei Festlegung dieser Route hatte ich die sommerliche Hitze im Innenland etwas unterschätzt. Bis in die Abendstunden hinein waren es teils über 40 Grad und auch nachts…
Manchmal fühle ich mich so verloren, wenn ich mich von einer kleinen Ortschaft zur nächsten kämpfe und das Ziel Lissabon scheint in so weiter Ferne zu liegen. Das Terrain ist mittlerweile wirklich steil, immmerwieder geht es steil bergauf und ich habe das Gefühl kaum vorwärts zu kommen, dann geht es für einige Minuten so steil…