Vorbereiten und Packen






Nach 8354 km kam ich etwas müde und erschöpft in Paris an und ich hatte die große Freude nicht nur meine liebe Freundin Blanche sondern auch nach vielen Jahren ihre Familie wieder treffen zu dürfen.
Auf meiner gesamten Reise ist mir die beachtliche Schere zwischen Arm und Reich aufgefallen, insbesondere in der Stadt Casablanca, wo sich unzählige Slums zwischen Luxusvillen, noblen Hochhäuser und edlen Geschäften befinden. Besonders eindrucksvoll waren für mich zwei völlig verschiedene Begegnungen auf meiner Reise, die ich mit Menschen in Agadir und Marrakesch hatte. Ankunft in Agadir…
Die Tage in Agadir vergingen schnell – nette Begegnungen, nahrhaftes Essen, einen ruhigen und erholsamen Ort zum Schlafen und sogar eine Waschmaschine für meine teilweise schon etwas muffig riechende Wäsche sorgten für einen unvergesslichen Aufenthalt. Doch in diesen Tagen realisierte ich erstmals richtig, dass diese Strecke von über 5000 km nur der Hinweg war und…
Nach etwas Erholung, einigen pompösen Partybesuchen mit lauter arabischer Musik folgte noch ein Presseinterview auf französisch. Dazu hatte mir meine Gastfamilie in Agadir durch ihre guten Connections verholfen. Für das Interview traf ich mich mit dem Reporter nachmittags in einem kleinen Café, der sich wirklich Zeit nahm für die Fragen. Ich war ebenfalls wie abgesprochen…
Am nächsten Morgen stellte sich übrigens heraus, dass dies eher eine kasernenartige Unterkunft für Soldaten war und kein für Touristen vorgesehenes Hotel… Aha!!
Von Casablanca aus ging meine Route noch etwas weiter an der Küste entlang und durch die recht touristischen Orte Al Jadida und Safi. Zwischen den größeren Küstenorten fand man jedoch kaum Infrasruktur. Manchmal überkam mich wirklich ein bizarres Gefühl, wenn ich so einsam mit meinem Fahrrad durch die karge, heiß-trockenen Wüstenlandschaft tuckerte. Zwischen den winzigen…