Die Pyrenäen – Wind und Regen

Die letzte Nacht verbrachte ich gemütlich auf einer abgelegenen Wiese am Rande einer kleinen Ortschaft hinter Mont de Marsan. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen schon am frühen Morgen in den Tag zu starten, doch als mein Wecker mich aus dem Schlaf riss, trommelten die Regentropfen nur so auf mein Zelt. Also entschied ich mich noch etwas zu entspannen und auf Besserung zu warten.

Im Laufe des Vormittags ließ der Regen kurzweilig nach, sodass ich in die Ortschaft Orthez am Rande der Pyrenäen fuhr. Vor einem Einkaufszentrum traf ich ein älteres Ehepaar, welche ebenfalls auf einer längeren Radreise unterwegs waren. Sie starteten ebenfalls von zu Hause, nahe Paris und fuhren den Jakobsweg mit dem Fahrrad entlang. Wir erzählten allesamt begeistert von unseren bisherigen Reiseerfahrungen und ließen noch ein gemeinsames Foto machen (Der Fotograf musste für die Aufnahme leider im Regen stehen, vielleicht erklärt dieser Umstand das Bild).

Als ich mit meinem Einkauf fertig war entschloss ich zu einen Campingplatz einige Ortschaften weiter zu fahren und es damit für heute zu belassen, um die Kräfte für bessere Bedingungen zu sparen, da es heftigst regnete. Als ich in Limoges meine Sachen neu sortiert hatte, dachte ich eigentlich meine warme Regenjacke sei ab jetzt nur noch unnötiger Ballast, aber scheinbar hatte ich mich damit geirrt. Ich wurde heute nass bis auf die Knochen und war sehr froh, etwas warmes überziehen zu können.


Auch der auf der Karte recht kurz erscheinende Weg zum Campingplatz gestaltete sich etwas kräftezehrender als gedacht, da es immer wieder kurvenreiche Straßen ultrasteil bergauf ging und der Wind dazu noch kräftig wehte… Doch all die Anstrengungen wurden durch phänomenale Aussichten belohnt.

Hoffentlich wird es morgen besser.

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