Sabbat in Jerusalem

Heute wurde hier in Jerusalem Sabbat gefeiert. Der Sabbat (Samstag, vergleichbar mit Sonntag) ist der jüdische Ruhetag und stellt den letzten Tag der Woche dar, folglich darf an ihm, laut Tora, keinerlei Arbeit verrichtet werden. Interessant stelle ich fest, dass die Tage im jüdischen Kalender mit dem Sonnenuntergang beginnen und bis zum Einbruch der Dunkelheit am folgenden Tag dauern. Nachdem ich zu beginn des Tages die ersten hebräischen Schriftzeichen zu lernen begann, entschieden wir uns mit großem Tatendrang zu einer gründlichen Saubermach-Aktion. Nachdem alle Schränke ausgeräumt und die Küche geschrubbt wurde, fluteten wir den Boden.

Nach getaner Arbeit fuhren wir recht günstig mit dem Taxi ins Jerusalemer Zentrum, um uns einen ersten Eindruck von der „Heiligen Stadt“ zu verschaffen. Am meisten beeindruckt haben mich die Kontraste des Stadtbildes. Neben dunkel gekleideten, ultraorthodoxen Juden mit Hut, Locken und Bart, pulsierte das Leben in den vielen Lokalen der Stadt mit lauter Musik, Shishabars und schreienden Händlern, welche den Eindruck des öffentlichen Lebens prägten.